Salz

Salzig und süß

Freunde kommen, die Nachtisch eine besondere Aufmerksamkeit schenken. Die richtig zündende Idee kam nicht. Nicht zu viel Schnickschnack, aber doch lecker. Schließlich wurden wir mit Blick auf die diversen Salzvorräte fündig: Eine Karamelltarte mit Fleur de Sel. Das klang spannend, besonders und die Kombination von süß und salzig klang reizvoll.

Für den Teig…

Dazu eine Vanilleschote aufschlitzen, das Mark herauskratzen. 50 g Butter schaumig rühren und 30g Puderzucker, 1 Prise Salz und Vanillemark unterrühren. Wer’s intensiver mag, nimmt mehr als eine Vanilleschote. Dann ein Ei verquirlen, und gemeinsam mit 100g Mehl unter die Vanille-Zucker-Butter-Masse rühren. Den Teig im Kühlschrank zwei Stunden ruhen lassen. Am besten in Frischhaltefolie.

Nach den zwei Stunden eine Backform mit Butter ausstreichen, den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen. Eine Tarteform von ca. 22 cm Durchmesser nehmen und den Teig vorsichtig in der Form auslegen. Darauf achten, dass dabei ein 2 cm hoher Rand entsteht (Achtung: weniger sollte das wirklich nicht sein, da sonst die Karamellmasse auslaufen kann!).

Den Teig auf 180 Grad im Ofen (Umluft) 12 Minuten blind backen, d.h. auf den Teigboden Backpapier legen und Hülsenfrüchte einfüllen. Nach 12 Minuten Papier und Hülsenfrüchte entfernen. Boden erkalten lassen.

Und nun zum Karamell.

100g Sahne erwärmen. Und dann Geduld beweisen: In einem zweiten Topf 140g Zucker mit 1 EL Wasser so lange köcheln lassen,  bis der Zucker einen dunkelbraunen Farbton bekommt. Achtung: der Zucker sollte auf keinen Fall schwarz werden, die Grenzen sind aber fließend, weshalb man den Zucker nicht aus den Augen lassen sollte! Früher haben wir das Karamell immer zu früh vom Herd genommen, ein bisschen Geduld sollte man schon haben.

Dann 70g ungesalzene Butter  und einen halben Teelöffel Fleur de Sel in das Karamell geben und nach und nach die warme Sahne dazugeben. Hierbei ständig rühren und die Sahne nicht auf einmal eingeben, denn sonst kann die Masse nicht binden. Das Ganze 5 Minuten köcheln lassen. Die Masse auf den Boden geben und 2 Stunden abkühlen und fest werden lassen.Fertig.

Hell und dunkel.

Richtig schön sieht die Karamelltarte aus, wenn man kleine Viertel schneidet und dazu einen Klecks gesüßte Crème fraiche reicht. Dann mit etwas Fleur de Sel bestreuen. Unsere Fotos sind nichts geworden, aber wir versichern: Sieht gut aus und schmeckt. Und die Freunde waren auch zufrieden.

PS: Als Butter gibt’s das übrigens auch. Oder als Konfitüre.

This entry was written by besserEsser and published on 23. Januar 2012 at 11:39. It’s filed under Dessert&Kuchen, Rezepte and tagged , , , . Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

4 Gedanken zu “Salzig und süß

  1. Hmmmm! Das klingt toll! Das Rezept merke ich mir. :)

  2. Florian sagte am :

    Tut das mit dem Läuterzucker als Vorstufe zum Karamell wirklich not? Das Wasser verdampft doch ohnehin und man will doch relativ dunklen Karamell haben. Normalerweise macht man das so, wenn der Karamell gaaaanz hell sein soll, für Bonschen und Zuckerwatte und so. Ich würde auf jeden Fall einen non-stick Topf empfehlen, wesentlich dankbarer beim Abspülen!

    Hört sich aber echt lecker an! Ist noch genug Salz da für einen zweiten?

    • Grau ist alle Theorie. Das mag wohl stimmen mit dem Läuterzucker. Jedoch: Uns ist der Karamell beide Male gut gelungen. Und besser als vorher. Insofern bleiben wir ausnahmsweise brav beim Rezept und damit beim vielleicht unnötigen Zwischenschritt. Zum Topf: Wir nehmen einfach jedes Mal einen neuen. :)

      Salz ist noch genug da (zum Glück). Aber zuerst seid ihr dran, chers amis…

    • @Florian: Wenn man Karamell kocht, muss es kein beschichteter Topf sein. Einfach nach der Entnahme des Karamells wieder Wasser in den Topf füllen, den Löffel auch mit rein und auf den heißen Herd zurückstellen – das Restkaramell löst sich auf und Topf und Löffel reinigen sich quasi von selbst. It’s as simple as that.

      Wie es sich bei diesem Creme-Karamell verhält, muss ich allerdings noch testen, das hab ich noch nie probiert. Danke für die Idee!

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