Weihnachten hat es gut mit uns gemeint: Der glänzende, schwere, schicke Nudelaufsatz für die Kitchen Aid hat jetzt ein neues Zuhause (danke, Oma). Das war für uns Herausforderung und Verpflichtung zugleich. Und deshalb gab es gleich am Neujahrstag frische Pasta: unsere Neujahrsnudel – selbst gemachte Ravioli mit Petersilien-Limettensauce und einer Füllung aus Speck und Salat.
Am Anfang klebt der Nudelteig.
Unsere bisherigen Nudelversuche ganz ohne technische Hilfe waren ein Desaster. Überall klebte der Teig. Trotz Mehl. Das Nudelholz machte ihn nicht dünn genug. Die Ravioli wurden große, gefährliche Teigklumpen, die nachts um die Häuser zogen und kleine Kinder erschreckten. Aber jetzt gab es das neue Küchengerät – und damit sollte es doch wohl klappen.
2 Eier, knapp 200 Gramm Mehl, einen halben TL Salz, 2 TL Olivenöl in die Kitchen Aid geben, kurz mit dem Flachrührer rühren, dann mit dem Kneter kneten. Wenn der Teig zu sehr klebt – mehr Mehl. Wenn zu trocken – mit etwas Wasser nachhelfen. Auf einer unbemehlten Arbeitsfläche dann den Teig noch von Hand einige Minuten schön durchkneten, danach zu einer Kugel formen, in Folie einwickeln und mindestens eine gute halbe Stunde beiseite stellen.
Nun zur Füllung.
Etwas Speck und eine Zwiebel in sehr kleine Stücke schneiden und in etwas Olivenöl schön glasig anschwitzen. Einige, ebenfalls kleine, Streifen vom Salat (Kopfsalat, Salatherzen) dazu geben und zusammenfallen lassen. (Salat in Ravioli gibt es auch bei la mia cuccina) Mit einem guten Schuss altem Balsamico ablöschen. Danach eine gekochte, mehlige Kartoffel zerdrücken und alles miteinander vermengen. Pfeffern, eventuell noch etwas Salz dazu, auf alle Fälle Muskat – und erkalten lassen.
Die Petersiliensauce schmeckt dann doch.
Ein Stück Butter (vielleicht 80 Gramm) leicht erwärmen, 2 Bund Petersilie kleinhacken, danach beides vermengen und wieder fester werden lassen. 400 Mililiter Rinderfond reduzieren lassen, mindestens auf die Hälfte. Kurz vor dem Servieren den Rinderfond mit der Petersilienbutter aufmontieren, mit dem Saft einer ganzen Limette sowie Salz und Pfeffer abschmecken. Schmeckt jetzt so direkt erst einmal etwas gewöhnungsbedürftig. In der Kombination mit den fertigen Ravioli wird es aber.
Die Nudelmaschine rattert.
Den Teig in kleine Streifen schneiden und ab in die Nudelmaschine. Bei uns heißt das: Auf Stufe 1 durchlaufen lassen, falten, eventuell etwas Mehl dazu, nocheinmal. Dann Stufe 2 – und so weiter. Ab Stufe 5 wirds anstrengend, an Stufe 7 sind wir gescheitert. Das ist dann wohl doch zu dünn.
Die fertigen Nudelplatten auf die Arbeitsfläche legen und Ravioli ausstechen. Entweder mit einem Ausstecher. Wir nehmen die genialen Dings zu Hilfe. Keine Ahnung, wie der Fachbegriff lautet. Eine schnelle Internetrecherche legt “klappbare Förmchen” nahe. Jedenfalls sehen sie aus wie Omas Gebiss, sind es aber nicht.
Auf alle Fälle: Teigkreise ausstechen, Füllung darauf geben, erneuten Teigkreis drauf und festdrücken.
Dann in einen Topf mit kochendem, gesalzenen Wasser, kurz kochen lassen und in vorgewärmte Teller geben, etwas Sauce dazu – et voilà. Uns hat es sehr gut geschmeckt, auch wenn die Sauce etwas seltsam wirkte während des Kochens.
Am Ende passte alles, das Nudelexperiment hat geklappt und frische Pasta gibts bald wieder. So oder so.
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Danke für den Bericht über deinen ersten Versuch, mit der KA Nudeln zu machen. Das Ergebnis sieht oberlecker aus und verdammt einladend. Na, dann kann ja die große Nudelproduktion gestartet werde, dank Oma ;-)
Liebe Grüße mit dem Kochlöffel von Barbara
Wir sind Oma auch wirklich dankbar. ;)
LECKER!!!!! Die Füllung würde ich zwar anderes -> vegetarisch gestalten, aber sonst ein Gaumenschmaus! So kann 2012 ja nur gelingen….. :)
Geht bestimmt auch ohne Speck. Bisschen mehr Zwiebelchen und etwas mehr würzen, das reicht sicherlich.
oooh…! na da bin ich ja auf die nächsten versuche sehr gespannt! :)