Viel zu lange musste dieser Blog ohne Spekulatius auskommen. Das muss sich ändern. Sofort.
Schon in der Bibel heißt es:Am Anfang war der Keks (für Quellenangaben siehe Fußnoten, oder auch nicht). Und der Spekulatiuskeks ist auch die Grundlage für das Parfait. Also bitte: Spekulatius ganz klein machen. Entweder mit einem Hammer oder – wie wir dann doch eingesehen haben – in eine kleine Tüte damit und mit einem Nudelholz platt machen. Wenn man ungefähr 150 Gramm Spekulatius zerkleinert hat, kann man aufhören.

Weiter geht’s: 250 Gramm Schlagsahne steif schlagen. Ein Ei, drei Eigelb und zwei Esslöffel Puderzucker ebenfalls vorsichtig schaumig schlagen.
Dann immer abwechselnd Sahne und Spekulatius zur Eimasse geben und unterheben. Das alles kommt in eine Form, vorher bitte mit Klarsichtfolie auslegen. Das ganze über Nacht in den Gefrierschrank stellen.
Maintenant der Zimtschaum.
Für den Zimtschaum einen viertel Liter Milch und einen viertel Liter Sahne zusammen mit einigen Zimtstangen aufkochen und dann ungefähr zehn Minuten bei mittlerer Hitze vor sich hinköcheln lassen. Zimstangen herausnehmen.
Wer es pur mag, hört jetzt auf. Alle anderen experimentieren mit etwas geriebener Zitronenschale oder Vanille oder einem Schluck Alkohol oder noch süsser mit etwas Puderzucker. Wie auch immer: Am Ende etwas abkühlen lassen, dann ab in den Sahnespender, Kapsel drauf und fertig.
Zum Schluss zu den Äpfeln.
Die Äpfel halbieren, entkernen und in Scheiben schneiden. Etwas Rohrzucker mit Butter in einer Pfanner karamellisieren lassen. Dann die Apfelscheiben dazugeben. Nach einer Weile mit Rotwein ablöschen und einkochen lassen. Nochmal mit Rotwein ablöschen. Und nochmal einkochen lassen. Und überhaupt. Jetzt müssten die Äpfel eine dunkle Farbe angenommen haben und ordentlich betrunken sein.
Fertig.
Auf einen Teller die Äpfel geben, das Spekulatiusparfait obendrauf, drumherum etwas vom Zimtschaum und dann noch einige kleingekrümelte Spekulatiuskekse über alles streuen. Und dann ist alles gut. Endlich wieder Spekulatius, erfrischend, nicht zu süss, dazu Schaum und Rotweinäpfel, hmm…
aber das mit dem hammer hat wirklich viel spaß gemacht:-)
Ein sehr schönes Dessert für die Weihnachtszeit. Ich nehme zum Zertrümmern immer die Unterseite eines schweren Mörsers.
Oder wenn’s mitten im März noch mal kalt wird… :)
Naja, es ist schon ein Weihnachtsdessert würde ich sagen, aber wenn Du mir so ein Tellerchen davon hinstellst, würde ich sicher keinesfalls “nein” sagen ;-) Nicht mal im August!
Na dit kenn ick doch von irgendwoher. War wirklich lecker. Man kann die Kekse auch mit den Fingern kaputt drücken in der Tüte. Geht auch, macht nur weniger Spaß.
Na dann kann Wihnachten ja früher kommen ;)
Ha. Weihnachten ist (fast) da. Kein Grund mehr, nicht Spekulatius zu verwenden. :)
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