Besseressen

Es geht um die Wurscht

Mit dem Wurschtsalat ist es so eine Sache. Viele behaupten, das allein glücklich machende Rezept zu besitzen, ja, den einzigen möglichen Wurschtsalat zu machen. Da gibt es welche, die nehmen Rinderschulter und hartgekochte Eier. Andere geben Lindenbaumblätter dazu. Wieder andere brauchen Rettich oder Sahnemeerettich.

Alles nix, weiß der Badener. Den Schweizer Wurschtsalat kennt man. Manche nennen ihn auch den Mannheimer. Ziemlich dicht dran ist der Elsässer. Und angeblich gibt es sogar in Bayern Menschen, die Wurst unter einer öligen Pampe und einer dicken Schicht Zwiebelringe verstecken (und das dann auch noch essen).Doch: Der Badische Wurschtsalat ist das Maß der Dinge. Und das Schöne: Die Zubereitung geht ganz schnell.

Für zwei Personen nehme man 150 Gramm Kalbslyoner und schneide sie in Julienne. Man beachte: Es geht um die Wurscht. Also unbedingt eine gute echte Kalbslyoner kaufen. Bei uns sind die Julienne etwas dick geworden, bisschen dünner wäre besser. Dazu kommen 80 Gramm guter Emmentaler, ebenfalls in Julienne geschnitten. Ein paar Cornichons in feine Ringe schneiden, dazu kommen noch etwas fein gewürfelte Zwiebeln.

Das Dressing besteht aus drei Esslöffeln Rotweinessig und eineinhalb Esslöffeln Sonnenblumenöl – niemals Olivenöl nehmen, das schmeckt nicht. Generell gilt beim Wurschtsalat: Lieber weniger Öl als zuviel. Dazu Salz, Pfeffer, Petersilie und Schnittlauch.

Dazu gibt es ein frisches dunkles Bauernbrot (Brezeln sind auch ok) und einen badischen Wein oder ein Rothaus Tannenzäpfle. Und damit ist klar: Ist ein Mensch zu oft malad’, isst er zuwenig Wurschtsalat. In diesem Sinne: Mahlzeit.

PS: Für Liebhaber empfiehlt sich www.elsaesser-wurstsalat.de. Inklusive fachmännischer Wurschtsalatbewertung.

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7 comments

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  2. So kenn ich den auch. Und ich bin – auch wenn mir das nach 10 Jahren” Exil” kaum einer mehr glaubt – “a waschechte Münchnerin”. Sieht richtig zünftig aus, der Wurschtsalod.

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