Besseressen

Es hat sich gelohnt – Thunfisch im Himbeerlack

Es gibt Gerichte, über die man sich so richtig freut. All die angebrannten Fleischstücke, viel zu flüssigen Saucen, geschmacklosen Kompositionen oder in sich zusammenfallende Soufflés der Vergangenheit sind vergessen. Sie waren nicht umsonst. Allein für dieses eine Gericht hat sich das Üben, Probieren und Machen gelohnt. Meine Damen und Herren, Thunfisch im Himbeerlack mit rosa Pfefferschalen, dazu Ingwer-Lauch und Ruccola mit Wasabicreme.

Ok, vielleicht war das jetzt eine Spur zu dick aufgetragen. Was wir aber sagen wollten: Es hat einfach unglaublich gut geschmeckt und das Rezept wollen wir gerne teilen.

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Für den Ingwer-Lauch mit Ruccola:

Den Lauch waschen, halbieren und in feine Julienne schneiden. Etwas Ingwer hacken und in zwei bis drei Esslöffeln Butter anschwitzen. Dann den Lauch dazugeben, kurz warten, etwas schwenken, salzen und vom Herd nehmen. Wenig Ruccola dazu geben (wir haben die Stiele recht weit abgeschnitten) und vermengen. Im Originalrezept ist es Löwenzahn, hatten wir aber nicht zur Hand.

Nun zur Wasabicreme:

Man nehme zwei Teelöffel Wasabi aus der Tube (oder mit Pulver selbst anrühren), dazu einen Esslöffel Majo, zwei Esslöffel Crème Fraiche, einen Teelöffel Honig und einen Teelöffel Weissweinessig, alles miteinander vermengen – und dann nach Belieben abschmecken, schärfer oder milder. Wir haben etwas mehr Essig genommen, weil die feine Säure wirklich gut passte.

Für den Thunfisch:

Rosa Pfeffer in einem groben Sieb reiben. Im Optimalfall fallen die Schalen durch und die Kerne bleiben im Sieb. Kerne kommen weg, Schalen werden aufgehoben.

Eine Packung TK-Himeeren (laut Rezept 125 Gramm – wir haben eine große Packung mit 300 Gramm genommen und eigentlich das meiste auch gebraucht) mit 40 Gramm Puderzucker in eine Schüssel geben und über Nacht auftauen und ziehen lassen. Am nächsten Tag durch ein feines Sieb streichen, den Saft auffangen.

Nun 60 Gramm Puderzucker in einer Pfanne schmelzen, mit dem Himbeersaft ablöschen, etwas warten. Bevor es braun zu werden beginnt, die Thunfischfilets und die Pfefferschalen in die Pfanne geben, mehrmals wenden und nach maximal zwei Minuten wieder hinausnehmen. Auf Backpapier legen. Sie sollten jetzt innen roh und außen schön rot von den Himbeeren sein.

Das war’s.

Jetzt den Lauch und den Ruccola auf den Teller geben, den roten Thunfisch oben drauf, etwas Fleur de Sel und Thymian dazu. Nun noch etwas Wasabicreme auf den Teller, etwas Brot bereithalten (falls noch Creme übrig bleibt) und einen kalten und kräftigen Rosé aus dem Luberon in die Gläser. Dann kann’s losgehen.

Schon der erste Biss machte Hoffnung, aber mit dem zweiten war unwiderruflich klar: Yeah, das isses. Der Geschmack war großartig: Der Fisch zusammen mit dem süssen Himbeerlack, der frische, lauwarme Ingwer-Lauch, die scharfe und leicht säuerliche Wasabicreme – ein Genuss.

Also unbedingt nachkochen, sich zurücklehnen, die eigene Kochschulter tätscheln und dann sagen: Jawoll, es hat sich gelohnt!

PS: Danke an Effilee, bei denen wir das Originalrezept gefunden haben. Gekocht hat es Holger Stromberg, der zur Zeit in besonderer Mission unterwegs ist und die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in Südafrika bekocht (und dabei in der Boulevardpresse über Spielerfrauen, Fleisch und Jogis Ernährung plaudert).

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4 Kommentare

    • Das Olivenöl von Les Bastidettes ist wirklich nicht schlecht.

      Und zum Thunfisch: Das Hauptproblem sind die riesigen Mengen (und hohen Preise) für den asiatischen Markt. Auf dem europäischen Markt nimmt der Verzehr zwar auch zu, aber die Mengen sind deutlich geringer. Was geht: Weißer Thunfisch, Bonito oder für die Dosenfans Skipjack.

  1. Pingback: Jahresabschlusslobpreisung « Besseressen

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