Keine Kleinigkeit: Das große Himbeertrifle


Bisher bevorzugten wir als geschichtete Süßspeise Tiramisu. Doch was die Italiener können, können die Briten schon lange: Deshalb soll ein Trifle Abwechslung und Freude bieten: Trifle mit frischen Erdbeeren Himbeeren (blöd, wenn am Abend vor dem Feiertag schon alle frischen Früchte ausverkauft sind).

Das Wort Trifle wird zwar abgeleitet aus dem mittelenglischen trufle, das wiederum zurückgeht auf französisch trufe und soviel bedeutet wie Kleinigkeit oder Nichtigkeit. Doch davon konnte keine Rede sein, weder in Herstellung, Geschmack noch in der Wirkung.

Geniale Mogelpackung möchte man meinen, macht doch die sich wiederholende 3-Schicht aus Kuchenteig, Früchten und Sahnecreme immer bei Gästen Eindruck. Im Originalrezept gibt es auch noch eine Schicht aus Götterspeise. Da sich das Dessert im Laufe der Zeit aber verändert hat, reihen wir uns einfach in die seit Ende des 16. Jahrhunderts bestehende Tradition ein - und lassen die Götterspeise weg. Irgendwann wird es auch zu viel mit den Schichten.

Lange Vorrede, aber jetzt zur Sache: Die drei Schichten nach und nach herstellen. Mit dem Biskuit beginnen. Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Eier-Zucker-Masse (4 / 125 g) mit einer Prise Salz herstellen und wirklich genau zehn Minuten schlagen, dann wird der Teig später umso fluffiger. Dann Maisstärke und Mehl (je 50 g) darauf sieben und den Teig in einer Cakeform 30 Minuten backen. Danach befreien und ausruhen lassen. Der kleine Durchhänger in der Mitte ist ok.

Dann die Zitronencreme…

Den Saft von drei Zitronen mit etwas  Zitronenabrieb, 300 ml Sahne und 150 g Zucker aufkochen. Es muss richtig blubbern. Dann ein Ei und drei Eigelb mit Maisstärke glattrühren und in die Zitronen-Sahne-Masse geben. Dann noch einmal aufkochen und 40 g zerlassene Butter hinzugeben. Und jetzt kommt die Creme für mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank.

Jetzt die Erdbeeren, die zu Himbeeren wurden: Die Himbeeren mit Himbeerkonfitüre, zwei Päckchen Vanillezucker, 150 ml Orangensaft (eigentlich lieber mit Orangenlikör, aber wenn Schwangere zu Besuch kommen lässt man das lieber) eine halbe Stunde ziehen lassen. Wir haben noch einige Heidelbeeren dazugegeben.

Unter die Zitronencreme kommt die unglaubliche Menge von 600 ml Sahne, die schlagen und zu Zweidritteln unter die Masse heben. Den Rest aufbewahren. Uff. A lot of work.

Jetzt geht’s ans Schichten.

Zuerst Biskuit in Scheiben geschnitten in die Form legen, darauf die Himbeeren geben und mit der Creme abschließen. Das Gleiche noch einmal von vorn. Mit dem Rest der geschlagenen Sahne abschließen. Als Clou Mandeln anrösten und über die Schichten geben. Am besten zieht das Ganze dann noch einmal drei Stunden im Kühlschrank.

Also alles andere als eine Nichtigkeit.

Aber gelohnt hat es sich. Durch die tiefgekühlten Früchte wurde es etwas zu flüssig, also lieber nur mit frischen Früchten machen und anders als wir frühzeitig einkaufen gehen. Der Geschmack war top, die Menge reicht für mehr als eine Familie und deshalb ist es ein perfekter Beitrag zum Brunch mit Freunden. Finden wir.

Jubiläums-Blog-Event LVI - Brunch & Giveaway (Einsendeschluss 15. Mai 2010)

PS: Eine schöne Schoko-Variante gibt es bei Man kann’s essen.

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This entry was written by besseresserin and published on 13. Mai 2010 at 12:07. It’s filed under Dessert&Kuchen and tagged , , , , , , . Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Follow any comments here with the RSS feed for this post.

5 Gedanken zu “Keine Kleinigkeit: Das große Himbeertrifle

  1. wer sich damit als erstes am Buffet bedient, hat ausgesorgt und keinen Hunger mehr :-)

  2. Finde ich auch und mehr mir sofort eine Portion, bevor keine mehr da ist. ;-) Danke fürs Mitmachen.

  3. Hmm…. die Zitronencreme bei eurem Trifle klingt geradezu verboten lecker. Ich bin auch mal zufällig über Trifle als Dessert gestolpert, seitdem ist eine immense (und jedes mal leere) Schüssel davon Bestandteil jeder Party. Aber ich gebs zu – ich backe nicht selbst tollen Biscuit dafür und greife auch rigoros auf simplen Vanillepudding zurück. Den Wackelpudding lasse ich auch aus, dafür überziehe ich die Zwischenschicht mit Früchten immer noch mit Tortenguss, den ich mit Fruchtsaft anrühre, dann schwimmen sie nach ner Nacht im Kühlschrank auch nicht davon.

    LG

  4. Danke! Satt war man wirklich nach dieser Zitronencreme-Bombe. Ein super Tipp mit dem Tortenguss und Wackelpudding! Das werden wir das nächste ausprobieren;-)

  5. mmmh, das klingt lecker!! gute idee, trifle ist immer gut!!

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